Von Ute Mündlein
Was ich schon befürchtet hatte, wurde zur Gewissheit: Dr. Markus Besenbeck ist leider nicht nur vorübergehend, sondern seit dem 15.6.2025 dauerhaft offline.
Geahnt hatte ich, dass etwas nicht stimmt, denn auf seinem Linked-Profil gab es schon länger keine Updates mehr. Er, der regelmäßig spannende Beiträge rund um Marketing geteilt und schon kurz nach der Veröffentlichung von ChatGPT (2022) mit KI-Avataren herumgespielt hat. Lange bevor es mit Tools wie HeyGen „einfach“ wurde.
Mitte Juni 2025 wurde dann seine E-Mail-Adresse aus dem Verteiler von neunsieben.digital abgemeldet. Spätestens da wusste ich, ein Forschungssemester/Sabbatical ist das nicht – zumindest hätte er das öffentlich bekanntgemacht.
Den ersten Kontakt gab es auf dem Barcamp Würzburg im November 2017. Dort hatte ich die Idee zur Wuerzburg Web Week (WueWW) vorgestellt. Er und sein Kollege von der FHWS, Dr. Thilo Büsching, wollten eine Veranstaltung anbieten. Ihr Thema am 9.3.2018 lautete „Faszination Video“.
In den Folgejahren beteiligte sich der Marketingclub Mainfranken an der WueWW, deren Präsident er seit 2017 war. Markus hatte ein Gespür für Themen und kannte stets tolle Vortragende, sei es zu „Lernen vom Silicon Valley“, „Automatisierung im Marketing“ und „KI & Recht“.
Wer ihn erlebt hat, wird seine Begeisterungsfähigkeit für neue Technologien und Plattformen vermissen, sei es KI oder TikTok. Er sah die vielen spannenden Möglichkeiten und war nicht nur dazu ein toller Gesprächspartner, sondern auch für Business Development, Marketing und Vertrieb. Eines seiner Steckenpferde war „Account-based Marketing“.
Sein Lachen auf dem Bild war typisch, nicht nur, wenn die Kamera auf ihn gerichtet war.
Verblüfft hat er mich, als er bei einem Event mit anderen FHWS-Profs als DJ agieren wollte. Das fand aufgrund von Corona leider nicht statt. Gerne hätte ich erlebt, wie er Partys mit seiner Musik rockte. In diesem Beitrag schrieb er später, dass „wir als Profs auch so ein bisschen wie DJs sind …“
Markus, du wirst mir und vielen anderen Menschen auf so vielen Ebenen fehlen: als begeisterter Prof, als spannender Gesprächspartner, mit deiner Art, auf andere zuzugehen und Neues einfach mal auszuprobieren.
God has our DJ now.
Danke, Markus!
PS: Wer es nicht kennt: „God is a DJ“ ist ein Song von Faithless, daran musste ich beim Schreiben dieses Nachrufes denken.
Gerne auch unter diesem Linked-Beitrag kommentieren:
Weitere Nachrufe:
